Mittwoch, 15. März 2006

Telefonat mit Omi

Seit Weihnachten hab ich mich nicht mehr bei meiner Oma gemeldet und weil ich sonst eh nix zu tun hatte (außer vielleicht meine Buchhaltung ...), wollte ich ein kurzes Lebenszeichen von mir geben (die Unterhaltung wurde im breitesten Gladbacher Platt geführt - aus Rücksicht auf die Nicht-Gladbacher hier in Hochdeutsch wiedergegeben):

Ich: hallo Omi, ich bins, Claudia
Omi: ach, Claudia, schön, daß du anrufst im Hintergrund dröhnt mit ohrenbetäubender Lautstärke der Fernseher
Ich: na, Omi, wie geht es Dir?
Omi: ach, Kind, mein Rücken (wahlweise auch Füße, Kopf, Beine ...) ich konnte heute noch nicht mal zum Friedhof gehen
oha, es muss was schlimmes sein, seit 13 Jahren geht meine Oma zweimal täglich zum Grab meines Opas und pflückt heruntergefallene Blätter von der Erde
Ich: ach nee, was ist denn los?
Omi: ja, Kind, ich hab mich verhoben ... es folgt in Maschinengewehrgeschwindigkeit eine ausführliche Krankengeschichte, angefangen von der Ursache, über Doktorbesuch bis zum augenblicklichen Empfinden ... aber ich hoffe, morgen geht es wieder besser
Ich: ja, das hoffe ich auch, dann wünsche ich Dir gute Besserung
Omi: danke, Kind, tschüss

Als ich den roten Knopf meines Telefons betätige, stelle ich fest, daß dieses Gespräch tatsächlich 1 Minute und 12 Sekunden gedauert hat ... mit niemandem telefoniere ich lieber als mit meiner Omi ...
Alltäglicher Wahnsinn

Eine Latte für zwei

Mein erster Weg heute nachmittag zu Hause: in die Küche, Latte machen. Meine Tochter war so fasziniert, daß sie natürlich auch so was haben wollte. Also habe ich eine Kinderlatte fabriziert mit etwas Kakao aber hauptsächlich Milchschaum ;-) Jetzt trinkt sie schon die dritte Tasse - ich wusste doch, daß ich ihr irgendwann mal warme Milch schmackhaft machen kann.

Außerdem hat meine Tochter meinen Puls heute enorm beschleunigt - ich hab sie nach der Arbeit beim Papa abgeholt und als ich auf den Hof fuhr, kurvte mein Kind auf dem Fahrrad ohne Stützräder in einem Affenzahn durch die Gegend. Juchuu, sie kann Fahrrad fahren ... und mir wird ganz schlecht dabei, in Gedanken sehe ich dabei immer noch, wie sie vor zwei Jahren versucht hat, mit dem Fahrrad sämtliche Gesetze der Schwerkraft aufzuheben und sich dabei Elle und Speiche am linken Unterarm gebrochen hat. Nix für meine Nerven ... das soll der Papa ruhig noch ein wenig mit ihr üben.
Kindereien

Puh ...

die Besprechung ist zuende. Der Kopf ist noch dran, hängt jedoch sozusagen nur noch an einer Ecke fest, weil gleich drei Familienmitglieder dran gezogen haben.

Ich liebe solche Inquisitionsgespräche ... ziehe mich jetzt in meine Höhle zurück, um meine Wunden zu lecken - alleine schon um den Mund, den ich mir fusselig geredet habe (was natürlich wieder mal keinen richtig interessiert hat, warum spare ich mir nicht gleich die Spucke?) zu schonen.
Kollegiales

Auch das noch ...

Na klasse, das fehlte mir auch noch zu meinem Glück heute. Soeben teilte mir der Chef mit, daß meine Anwesenheit bei einer Besprechung heute mittag um halb zwei dringend erwünscht ist.

Holla, schön, daß jetzt endlich ein Termin gefunden ist - noch schöner, daß ich jetzt schon davon erfahre, viertel nach eins wäre doch noch früh genug gewesen.

Sollte ich mich nicht mehr melden, wurde mir vermutlich von höchster Stelle der Kopf abgerissen. Alleine schon deshalb, weil ich renitente Mitarbeiterin gar nix vorbereitet habe und auch gar nicht dran denke, jetzt hier das Messer im Schwein stecken zu lassen und wie eine Irre Unterlagen zusammenzusuchen.

Adieu, Welt, trotz allem war es doch schön ...
Kollegiales

Lustlos

bin ich heute ... aber gewaltig. War in den letzten Wochen meine Motivation schon mehr als gering, so tendiert sie heute komplett gegen Null.

Ich bitte daher um Spenden: wer hat ein Tütchen Arbeitslust oder ein Päckchen Motivation abzugeben? Eine Prise Konzentrationsfähigkeit wäre auch nicht schlecht.
Kollegiales

Blöde Hektik morgens ...

jetzt mit den neuen Arbeitszeiten: um viertel vor acht muss ich anfangen und um halb acht kann ich erst die Kleine - die glücklicherweise morgens prima mitmacht und nicht trödelt - in den Kindergarten bringen. Fahrtzeit zwischen KiGa und Firma dann knapp 10 Minuten.

Nur bin ich der Meinung, wenn um halb acht die Betreuung im KiGa anfängt, dann sollten die ersten Erzieherinnen auch um halb acht schon bereit stehen und nicht dann erst selbst im KiGa ankommen. Als ich auf den Parkplatz bog, genau eine Minute nach halb acht, sah ich die Erzieherin gerade in der Tür verschwinden. Und als wir dann rein wollten, war die Tür abgeschlossen ... huuu, da kocht mich ja schon die Wut ...

Auf mein Klingeln wurde nicht geöffnet, na klasse. Aber da ich ja im Vorstand des KiGa bin, besitze ich einen Schlüssel und hab von diesem dann auch Gebrauch gemacht. Sofort schoss die Erzieherin um die Ecke und teilte mir schnippisch mit, es sei noch nicht geöffnet. Das war dann der Moment, in dem mir der Kragen geplatzt ist. Genauso schnippisch hab ich ihr empfohlen, sich eine neue Uhr zuzulegen und deutlich gemacht, wenn die Betreuungszeit um halb acht beginnt, dann sollte den Eltern auch ermöglicht werden, die Kinder um halb acht dort hinzubringen und das setze voraus, daß die Erzieherinnen nicht selbst erst zu diesem Zeitpunkt im Kindergarten erscheinen können.

Mit hängender Zunge hab ich es dann gerade noch geschafft, selbst pünktlich in der Firma zu erscheinen. Nur hab ich jetzt von der ganzen Ärgerei kräftig Magenschmerzen bekommen.

Ich schau mir das jetzt noch ein paarmal morgens an, wenn das weiter so geht, werde ich das Thema bei der nächsten Vorstandsversammlung zur Sprache bringen.
Alltäglicher Wahnsinn

Mein täglicher K(r)ampf

Es gibt im Leben nur eine Sünde, und die ist: den Mut zu verlieren. (Johannes Mario Simmel)



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